Die mathematischen Variablen im Detail
Um zu verstehen, wo das Geld wirklich hinfließt, müssen wir die Kostenstrukturen exakt aufdröseln und die einzelnen Variablen benennen:
- Alpha-Kosten (Abschluss- und Vertriebskosten): Die klassische Provision. Sie wird meist auf Basis der Summe aller zukünftigen Beiträge berechnet und in der Regel in den ersten fünf Jahren vom Sparguthaben abgezogen.
- Beta-Kosten (Inkasso- und Einzahlungsgebühren): Ein prozentualer Abzug, der von jeder einzelnen monatlichen Einzahlung einbehalten wird.
- Gamma-Kosten (Laufende Verwaltungskosten): Eine jährliche Gebühr, die prozentual vom jeweils aktuell verwalteten Vermögen (Assets under Management) abgezogen wird. Sie wächst proportional mit Ihrem Erfolg.
Die unbestechliche Versuchsordnung
Wir jagen drei völlig unterschiedliche Tarif-Infrastrukturen durch das finanzmathematische Audit. Keine Schätzungen, sondern exakte Berechnung der Kostenströme.
Annahme: Eine monatliche Sparsumme von 500,00 € über eine Laufzeit von 30 Jahren (Gesamteigeninvestition: 180.000,00 €). Alle Verträge investieren in das gleiche Portfolio mit einer angenommenen langfristigen Marktrendite von 8,5 % p.a. vor Kosten (orientiert am historischen Durchschnitt des MSCI World Index).
Die drei Kontrahenten im Private Rente Audit
- Anbieter A (Der moderne NAV-Tarif): Wirbt mit 0 % Alpha-Kosten (provisionsfrei), verlangt dafür aber eine laufende Vermögensgebühr (Gamma-Kosten) von 1,0 % p.a. auf das gesamte Vertragsguthaben.
- Anbieter B (Ein klassischer Tarif): Verlangt traditionelle 2,5 % Alpha-Kosten (über die ersten 5 Jahre gezogen), behält 8,37 % Beta-Kosten von jedem monatlichen Beitrag ein, kalkuliert dafür aber mit einer niedrigen laufenden Gebühr (Gamma-Kosten) von 0,10 % p.a.
- Anbieter C (Karmartha`s Empfehlung): Eine hocheffizient optimierte Kostenstruktur. (Wie sich diese im Detail zusammensetzt, erläutern wir ausschließlich im persönlichen Austausch).
Das finanzmathematische Endergebnis (Nach 30 Jahren)
| Infrastruktur-Modell | Alpha-Kosten | Beta-Kosten | Gamma-Kosten | Endkapital nach 30 Jahren | nach Kosten, vor Steuern |
|---|---|---|---|---|
| Karmartha´s Empfehlung | Mehr Infos im persönlichen Austausch | 784.656,93 € | ||
| Anbieter B (Klassischer Tarif) | 2,5 % | 8,37 % vom Beitrag | 0,10 % vom Vermögen | 700.519,12 € |
| Anbieter A (NAV-Tarif) | 0 % | 0 % | 1,00 % vom Vermögen | 676.903,02 € |
Die finanzmathematische Zerlegung: Warum das vermeintlich „Günstigste" kollabiert
Das Ergebnis bricht mit jeglicher vertrieblichen Intuition: Anbieter A startet ohne einen einzigen Cent Abschlusskosten, senkt die laufende Gebühr auf scheinbar minimale 1,0 % und liefert am Ende trotzdem das schlechteste Ergebnis ab.
Warum die NAV-Vergütung (Anbieter A) eine mathematische Falle ist
In den ersten Jahren sieht der NAV-Tarif hervorragend aus. Da keine Alpha-Kosten und keine Beta-Kosten abgezogen werden, arbeitet das Kapital von Tag eins an zu 100 %. Doch sobald das Depotvolumen durch den Zinseszins des MSCI World mit 8,5 % p.a. exponentiell ansteigt, schlägt das mathematische Gesetz zu:
Die 1,0 % Gamma-Kosten werden auf das gesamte, gewachsene Vermögen erhoben. In der zweiten Hälfte der Laufzeit frisst diese prozentuale Vermögensgebühr astronomische Summen auf. Anbieter A verliert im Vergleich zum klassischen Anbieter B knapp 23.600,00 € – und das, obwohl Anbieter B Sie über die gesamte Laufzeit mit Abschluss- und permanenten Einzahlungsgebühren (Beta) belastet hat. Das Wachstum des Vermögens macht eine laufende prozentuale Gebühr im Alter unbezahlbar.
Das Kernprinzip: Laufende Kosten auf das Gesamtkapital schlagen Anfangskosten ab einer gewissen Laufzeit immer.
Warum der klassische Weg (Anbieter B) trotz niedriger Vermögensgebühr blutet
Anbieter B schützt das Vermögen in der Spätphase durch extrem niedrige 0,10 % Gamma-Kosten. Allerdings ist der Schaden hier bereits in der Frühphase entstanden: Die 2,5 % Alpha-Kosten (verteilt zu 75 € monatlich in den ersten 60 Monaten) und vor allem die permanenten 8,37 % Beta-Kosten (41,85 € Abzug von jeder 500-€-Rate) nehmen dem Zinseszins von Anfang an massiv die Luft zum Atmen. Er holt Anbieter A zwar am Ende ein, bleibt aber weit hinter seinen Möglichkeiten.
Die Karmartha-Lösung
Unser Konzept kombiniert das Beste aus beiden mathematischen Welten: Wir kalkulieren Alpha-Kosten unabhängig von der Beitragssumme, um den maximalen Start-Zinseszins zu nutzen, drücken die Beta-Kosten auf ein absolutes Minimum und begrenzen die Gamma-Kosten radikal, damit das Vermögen in der Wachstumsphase nicht aufgefressen wird.
Das Ergebnis spricht eine unbestechliche Sprache: Über 107.000,00 € Mehrertrag im Vergleich zum NAV-Tarif der Industrie – bei absolut identischer Marktentwicklung.
Fazit: Glauben Sie keinen Versprechen, die Sie nicht nachgerechnet haben
Die NAV-Vergütung ist das perfekte Ablenkungsmanöver der modernen Finanzindustrie. Sie wurde entwickelt, um dem Kunden das gute Gefühl von „0 % Gebühren beim Start" zu verkaufen, während über die Laufzeit still und leise ein Vielfaches der klassischen Gebühren aus dem Vermögen herausgeschnitten wird. Selbst wenn die Gebühr auf 1,0 % gesenkt wird, bleibt das mathematische Prinzip bestehen: Laufende Kosten auf das Gesamtkapital schlagen Anfangskosten immer.
Wer echtes Vermögen (Artha) aufbauen will, darf sich nicht von optischen Prozentzeichen blenden lassen. Nur ein tiefgehendes, finanzmathematisches Audit schützt Sie vor teuren Fehlentscheidungen.
